LandesMuseum
Sophia Bosshard – «Ein ‚Geben und Nehmen‘? Flüchtlinge im Dienst des St. Galler Nachrichtenbüros ‚Speer‘»
Während des Zweiten Weltkriegs hatte der Schweizer Nachrichtendienst die Aufgabe, Armee und Regierung im Falle einer militärischen Bedrohung frühzeitig zu warnen. Für die dafür notwendige Informationsgewinnung im Ausland setzte man auf ein Netzwerk von Agenten – informelle Mitarbeiter des Nachrichtendienstes, die unter teils erheblichen Gefahren Informationen sammelten und an die Nachrichtendienstoffiziere in der Schweiz weiterleiteten. Im Zentrum des Referats steht das Nachrichtenbüro „Speer“ in St. Gallen – ein Aussenposten des Schweizer Nachrichtendienstes, der während der Kriegsjahre rund 100 Agenten anwarb. Der Weg über das neutrale Fürstentum erleichterte diesen Agenten die Ausreise von der Schweiz ins kriegsführende Deutsche Reich und zurück.