Liechtensteinische SchatzKammer

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Prunkwaffen, Fabergé und Mondgesteinn: Die Liechtensteinische SchatzKammer zeigt eine im Alpenraum einmalige Kollektion an Preziosen aus fünf Jahrhunderten

Entdecke einzigartige Objekte aus den Fürstlichen Sammlungen «LIECHTENSTEIN. The Princely Collections Vaduz-Vienna»: Zum Beispiel den faszinierenden immerwährenden Kalender für Kaiser Rudolf II. (um 1600), einen Rüstungshandschuh von Kaiser Maximilian II. (1571), oder eine Nachbildung der Fürstenhaube für den ersten Fürsten von Liechtenstein, Karl I. (1569–1627). Zweiter Schwerpunkt der Liechtensteinischen SchatzKammer ist die Sammlung des Liechtensteiners Adulf Peter Goop, darunter zahlreiche Werke von Fabergé, die 2010 als Schenkung an das Liechtensteinische LandesMuseum gelangt sind.

Sammlung des Fürsten von und zu Liechtenstein

Mit seiner fast 900-jährigen Tradition ist das Haus Liechtenstein eine der ältesten Adelsfamilien der Welt. Ihre in vier Jahrhunderten aufgebaute Kunstsammlung mit Hauptwerken der europäischen Kunst gehört zu den bedeutendsten der Welt. Die Liechtensteinische SchatzKammer zeigt daraus ausgewählte Exponate wie Prunkwaffen, Jagdbesteck und Geschenke, welche die Liechtensteins etwa von König Friedrich II. von Preussen oder von Kaiser Joseph II. von Österreich erhalten haben.

Sammlung Adulf Peter Goop

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Sie besteht – neben einer umfangreichen Grafik- und Gemäldesammlung – vor allem aus einer Ostereiersammlung, die in ihrer Vielfalt die Umfangreichste der Welt ist. Die Eier sind u. a. aus Gold, Silber, Edelsteinen, Porzellan und Glas gefertigt und wurden oft mit detailreichen Emailverzierungen versehen.

Aus dieser Schenkung von Adulf Peter Goop (1921–2011) an das Land Liechtenstein ragen die Ostereier aus der Zarenzeit nochmals heraus. Sie stammen von den führenden Goldschmieden ihrer Zeit wie Karl Fabergé und Alexander Edvard Tillander. Die Kollektion, die heute zu den Höhepunkten der Liechtensteinische SchatzKammer gehört, gilt als eine der besten ausserhalb Russlands. Neben dem berühmten „Apfelblütenei“ von Fabergé können in der Schatzkammer weitere, teilweise mit Edelsteinen besetzte Eier bewundert werden.

Die „Rheinreise“ von Johann Ludwig Bleuler (1792–1850) ist ein weiterer Höhepunkt der Sammlung Goop in der Liechtensteinischen SchatzKammer. In 80 Gouachen porträtiert sie jenen europäischen Strom, der auf seinem Weg von der Quelle im benachbarten Graubünden (Schweiz) zur Mündung in die Nordsee auch die westliche Grenze von Liechtenstein bildet. Von den 77 der ehemals 80 bekannten Malereien, die Goop nach jahrzehntelanger Suche erwerben konnte, ist eine Auswahl ständig zu besichtigen.

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Einblick in die Liechtensteinische SchatzKammer
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"Ansicht von Vaduz" von Johann Ludwig (Louis) Bleuler. Gouache über Radierung, um 1820/30.

Mondgestein

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Die liechtensteinische Industrie nimmt in ihren Spezialgebieten eine Spitzenstellung ein. So hat die Balzers AG (heute Teil der Oerlikon AG) die Raumschiffe des Apollo-Programms der NASA mit einer Dünnbeschichtung gegen kosmische Strahlung ausgestattet. Auch als Anerkennung dafür erhielt Liechtenstein einige Stücke Mondgestein von der ersten (Apollo 11, 1969) und von der letzten (Apollo 17, 1972) bemannten Mondmission. Weiters wurde bei beiden Missionen eine liechtensteinische Landesfahne mit zum Mond geschickt. Sowohl das Mondgestein als auch die Fahnen können Sie in der Liechtensteinischen SchatzKammer sehen.

Weitere Informationen über die liechtensteinische Industrie finden Sie in der 2019 eröffneten IndustrieWelt Liechtenstein im Liechtensteinischen LandesMuseum.