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Dauerausstellung Liechtensteinisches LandesMuseum

Die Dauerausstellung des Liechtensteinischen LandesMuseums: Von der Steinzeit bis zur heutigen Industrie – Geschichte, Kultur und Natur des Fürstentums Liechtenstein


Erleben Sie die Entwicklung von Liechtenstein von der Steinzeit bis in die Gegenwart. Die umfassende Darstellung ist durch die Gliederung in sechs Themen besonders anschaulich.

Entlang der Leitbegriffe siedeln, schützen, herrschen, feiern, schaffen und nutzen zeigt Ihnen die Dauerausstellung des Liechtensteinischen LandesMuseums die Vielfalt des Fürstentums. Sie erhalten auch einen vertieften Einblick in die Leistungen der Bevölkerung und des Fürstenhauses sowie in die Lebensart des heutigen Liechtenstein. Die Bildung und Vermittlung des Liechtensteinischen LandesMuseums organisiert öffentliche und private Führungen, Programme für Kinder und Familien sowie stufenspezifische Angebote für Lernende.

Audioguide, genaue Beschreibungen, akustische Informationen und Videos führen Sie durch die Dauerausstellung des Liechtensteinischen LandesMuseums. Kinderstationen machen den Besuch für junge Entdecker besonders abwechslungsreich.


siedeln

Anhand von archäologischen Funden sehen Sie, dass das Gebiet des heutigen Fürstentums Liechtenstein bereits vor 7000 Jahren besiedelt war. Seither wurde es von verschiedenen Kulturen beeinflusst und geprägt. Die Vermittlung von Alltagsthemen – Essen und Trinken, Bauen und Wohnen, Kleidung und Tracht, Gebrauchsgegenstände, Schmuck – und die direkte Gegenüberstellung von Objekten zeigt die Entwicklung über die Epochen hinweg.

Impression aus dem Bereich siedeln

Impression aus dem Bereich siedeln

Hanseschale
Bronze, ursprünglich vergoldet. 12./13. Jh. n. Chr. Die Schale war Bestandteil eines Waschgeschirrs. Die eingravierten Figuren in der Mitte stellen Engel dar.
Fundort: Gutenberg (Balzers)

schützen

Kriegsgefahr und wechselnde Landesherrschaften – im Mittelalter haben sich die Menschen daher besonders nach Schutz und Sicherheit gesehnt. Dieser Teil der Dauerausstellung zeigt, wie sie dies zu erreichen versuchten – mit wehrhaften Behausungen und mit dem Glauben an Gott.

Etwas ganz Besonderes stellt das Fastentuch von Bendern dar, das ursprünglich in den 40 Tagen vor Ostern, in der Fastenzeit, den gesamten Altarraum verhüllte. Derartige Fastentücher waren im 15. bis 17. Jahrhundert sehr beliebt, jedoch sind nur eine Handvoll erhalten geblieben und das einzige in einem Museum gezeigte Fastentuch ist dieses. Auf einem 6,3 x 4,7 m grossen Leinentuch wurden 24 Szenen aus dem Alten und dem Neuen Testament aufgemalt, wahrscheinlich vom Feldkircher Meister Johann Georg Clesin im Jahr 1612.

Links: Fastentuch von Johann Georg Clesin. Feldkirch, 1612. Aus der Kirche Mariä Himmelfahrt in Bendern. 

Spätgotischer Flügelaltar, vermutlich Südtiroler Werkstatt. Öl auf Holz, um 1500. 

Impression aus dem Bereich schützen

feiern

Im entbehrungsreichen Leben der Bauern bildeten Feste die Höhepunkte des Jahres. Traditionen wie die Alpabfahrt sind zusammen mit den kirchlichen Feiern bis heute Fixpunkte im sozialen Leben Liechtensteins. Sie gewinnen hier zudem einen Einblick in die vielfältigen Freizeit- und Vereins-Aktivitäten, die einen zusätzlichen, bewussten Ausgleich zum Arbeitsalltag schaffen und das Gefühl der Zusammengehörigkeit fördern.

Impression aus dem Bereich feiern. Liechtensteiner Trachten

Impression aus dem Bereich feiern

Impression aus dem Bereich feiern

herrschen

Ein fein tariertes Verhältnis zwischen der Macht des Volkes und der Macht des Fürsten bestimmt heute das politische Leben in Liechtenstein. Hier sehen Sie, wie sich Herrschen und seine Ausübung seit dem 17. und 18. Jahrhundert in der Region entwickelte – vom Ursprung des Landes über die Abschaffung des Militärs bis zur heutigen Demokratie und Meinungsvielfalt.

Porträt von Fürst Franz Josef II. von Liechtenstein und Schloss Vaduz. Originalmodelle aus Gips für eine Medaille. Geschaffen von Salvador Dalí aus Anlass des 60. Geburtstags des Fürsten im Jahr 1966. 

Einblick in das sogenannte Fürstenzimmer

Impression aus dem Bereich herrschen

schaffen

Arbeiten ist im alemannischen Kulturkreis, zu dem Liechtenstein gehört, mehr als Broterwerb. „Schaffen“ impliziert, die eigenen Möglichkeiten und die gegebenen Chancen zu nutzen und damit etwas Respektables zu vollbringen. Arbeiten ist Tugend und Pflicht, die der Bauer und Handwerker genauso erfüllt wie der moderne Dienstleister. Migration und Kommunikation werden thematisiert, die 2019 neu geschaffene IndustrieWelt Liechtenstein stellt die führenden Industrie-Unternehmen des Landes und ihre Geschichte vor.
Neben einem Einblick in die Industrie von heute am Beispiel von dreizehn Liechtensteinische Industrie- und Handelskammer (LIHK) Mitgliedsunternehmen zeigen im Industriesaal Kurzfilme mit 3-D-Effekt die breit diversifizierte Industrielandschaft Liechtensteins. Zu sehen sind eine breite Palette von High-Tech-Produkten unterschiedlichster Grösse und Art, von dünnen Schichten bis zu Kommunalfahrzeugen. Eine detaillierte Meilenstein-Wand lässt auf die Geschichte und Tradition von Liechtensteins Industrieunternehmen zurückblicken. Die Ausstellung gibt mittels aussagekräftiger Zahlen kompakt Aufschluss über die Entwicklung des Wirtschafts- und Industriestandorts Liechtenstein.

IndustrieWelt Liechtenstein“, der 2019 neueröffnete Raum zur Industrie in Liechtenstein; er vereint Geschichte und Moderne und ermöglicht mit dem Deep Frame einen holographischen 3D-Blick auf das Schaffen verschiedener liechtensteinischer Industrieunternehmen. 

Schusterwerkstatt und Werkzeuge für die Holzverarbeitung

Butterfass. 19. Jh. 

nutzen

Ein grosser Teil der Fläche Liechtensteins wird heute vom Menschen genutzt oder von ihm beeinflusst. Umso wichtiger ist es, möglichst vielen Tieren und Pflanzen ihren Lebensraum zu erhalten – im Rheintal, auf den Alpen und auf den bis zu 2599 m hohen Bergen.

Impression aus dem Bereich nutzen. Die liechtensteinische Tierwelt.

Impression aus dem Bereich nutzen. Die liechtensteinische Tierwelt.

Impression aus dem Bereich nutzen. Schmetterlinge aus Liechtenstein.