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Stiftung Liechtensteinisches LandesMuseum

Die 1972 gegründete Stiftung Liechtensteinisches LandesMuseum ist eine öffentlich-rechtliche Stiftung des Fürstentums Liechtenstein. Ihre Aufgabe ist es, liechtensteinisches Kulturgut zu sammeln, zu erhalten und auszustellen. Weiters fördert sie das Verständnis für die Landeskunde und die Geschichte Liechtensteins.

Die Stiftung und ihre Museen bilden eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und in die Zukunft. Sie beteiligt sich aktiv am Diskurs über liechtensteinische Themen und trägt dadurch zur Konstitution und Entwicklung einer liechtensteinischen Identität bei. Die Stiftung und ihre Museen sind lebendige Orte der Kulturpflege, Begegnung und Bildung sowie Zentren der Wissensvermittlung.

Leitbild der Stiftung Liechtensteinisches Landesmuseum

Organe

Strategisches Leitungsgremium der Stiftung Liechtensteinisches LandesMuseum ist der Stiftungsrat. Er legt die Strukturen, Reglemente und langfristigen Ziele fest und berichtet regelmässig an das an das zuständige Ministerium als Oberaufsicht.

In der Mandatsperiode 2018-2022/24 ist der Stiftungsrat besetzt mit

- Rainer Gopp, Vaduz, Stiftungsrats-Vizepräsident (20.04.2018–19.04.2022)
- Stefan Batliner, Eschen (17.03.2020–16.03.2024)
- Dr. Caroline Hilti, Balzers (20.04.2018–19.04.2022)
- Roman Jenal, Ruggell (17.03.2020–16.03.2024)
- Christoph Kübler, Fürstenaubruck/CH (20.04.2018–19.04.2022)

Die operative Verantwortung für die Museen der Stiftung Liechtensteinisches LandesMuseum hat der Direktor. Er stimmt sein Vorgehen mit dem Stiftungsrat ab. Seit 2011 bekleidet die Funktion des Direktors

Prof. Dr. Rainer Vollkommer


Revisionsstelle der Stiftung Liechtensteinisches LandesMuseum ist die Finanzkontrolle des Fürstentums Liechtenstein.


Jahresberichte der Stiftung Liechtensteinisches LandesMuseum

- Jahresbericht 2018 (pdf)
- Jahresbericht 2017 (pdf)
- Jahresbericht 2016 (pdf)
- Jahresbericht 2015 (pdf)
- Jahresbericht 2014 (pdf)
- Jahresbericht 2013 (pdf)
- Jahresbericht 2012 (pdf)
- Jahresbericht 2011 (pdf)
 

Geschichte

Die Geschichte des Liechtensteinischen Landesmuseums finden Sie hier.

Rechtlicher Rahmen des LLM

Gesetz über das Liechtensteinische Landesmuseum (pdf)

Eignerstrategie der Regierung des Fürstentums Liechtenstein (pdf)

Statuten des Liechtensteinischen Landesmuseums (pdf)

Organisationsreglement des Liechtensteinischen Landesmuseums (pdf)

Leitbild der Stiftung Liechtensteinisches LandesMuseum

Das Leitbild der Stiftung Liechtensteinisches LandesMuseum wurde 2002 veröffentlicht.

Präambel

Das Liechtensteinische LandesMuseum (LLM) ist bestrebt, in allen seinen Tätigkeiten den ICOM Kodex der Berufsethik (Code of Professional Ethics des International Council of Museums, 1986) zu achten. Entsprechend diesem Kodex ist die barrierefreie Gestaltung des Museums und seiner Ausstellungen und Veranstaltungen eine Grundhaltung, so dass den besonderen Bedürfnissen von Behinderten bestmöglich Rechnung getragen werden kann.

Auftrag 

Auftrag, Sinn und Zweck des LLM sind die Sammlung, Erhaltung und Ausstellung liechtensteinischen Kulturgutes sowie die Förderung des Verständnisses für Landeskunde und Geschichte Liechtensteins. Der Stiftungsrat sorgt durch geeignete Massnahmen für die Erfüllung dieses Auftrages.

Ziele und Bedeutung der Tätigkeit 

Das Liechtensteinische LandesMuseum bietet in den zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten, namentlich im Stammhaus, in der Schatzkammer Liechtenstein, im Postmuseum sowie im Bäuerlichen Wohnmuseum Schellenberg, ein attraktives Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm. Dafür entwickelt es eigene Sonderausstellungen und geht Kooperationen mit anderen Museen, Ausstellungshäusern sowie Kultureinrichtungen im In- und Ausland ein und ist dafür international ein attraktiver Partner.
Das LLM transportiert das Gestern, unsere Vergangenheit, ins Heute. Es bildet eine Brücke von der Vergangenheit in die Gegenwart und Zukunft. Das LLM beteiligt sich aktiv am Diskurs übergreifender liechtensteinischer Themen und Fragen und trägt so zur Konstitution und Entwicklung liechtensteinischer Identität bei. Gleichzeitig repräsentiert es wichtige Aspekte der Landeskunde Liechtensteins nach aussen. Das LLM verfolgt einen interdisziplinären Ansatz in seinen Tätigkeiten. Das LLM ist ein lebendiger Ort der Kulturpflege und der Begegnung und ein Zentrum für Wissensvermittlung und Bildung. Diesem Ziel dient das Sammeln, Bewahren, Dokumentieren, Erforschen, Vermitteln von Kultur- und Naturgütern.

Reichweite 

Das LLM bezieht sich in seinen Aktivitäten auf den Kulturraum der Alpen, Europas und der globalisierten Welt, wobei sein Kern das Fürstentum Liechtenstein ist.

Zielgruppen 

Die Zielgruppen des LLM sind die Bevölkerung des Fürstentums Liechtenstein und die Bewohner des weiteren Kulturraumes, ebenso die Touristen in Liechtenstein und 
der Welt. Schulen sind eine besonders wichtige Zielgruppe des Museums. Soweit möglich, werden spezifische Interessengruppen, u.a. Kindergärten, Gruppen der Erwachsenenbildung, Minderheiten und Behinderte in besonderer Weise angesprochen.

Tätigkeiten 

1. Erhalten: Das LLM sorgt mit konservatorischen und restauratorischen Massnahmen für den bestmöglichen Erhalt und Fortbestand der Sammlungsbestände.
2. Dokumentieren: Das LLM erschliesst die Sammlungsbestände durch Katalogisierung, Inventarisierung und wissenschaftliche Bearbeitung. 
3. Erforschen: Das LLM sorgt für die wissenschaftliche Erschliessung der Sammlungsobjekte. Darüber hinaus forscht das LLM zu Themen, die sich auf die Sammlungen und die Ausstellungen beziehen. Die Ergebnisse sind allen Interessierten zugänglich und werden soweit als möglich publiziert.
4. Sammeln: Das LLM baut eine kulturhistorische Sammlung entsprechend den gesetzlichen Vorgaben auf. Es sammelt Zeugnisse des liechtensteinischen Kulturraums. Darüber hinaus werden Objekte mit Bezug zu Menschen in oder aus dem Fürstentum Liechtenstein gesammelt. Das LLM stimmt seine Sammlungs-aktivitäten mit anderen sammelnden Einrichtungen im Fürstentum Liechtenstein ab.
5. Vermitteln: Der Besucher steht im Mittelpunkt der Kommunikation des Museums mit der Öffentlichkeit. Besucherorientierung ist eine Grundhaltung und schafft eine einladende Atmosphäre. Die Vermittlung ist fundiert und den jeweiligen Zielgruppen angemessen. Die Vermittlung geschieht vor allem durch Dauerausstellungen, Sonderausstellungen, Veranstaltungen, museumspädagogische Aktivitäten und Publikationen.
6. Beraten: Das LLM dient als Beratungseinrichtung für öffentliche und private Sammlungen in museologischen Fragen.

Gesonderte Richtlinien definieren die Tätigkeiten detaillierter. 

Rahmenbedingungen 

Das LLM ist bestrebt, in allen Bereichen professionelle und qualitätsvolle Arbeit zu leisten. Um Professionalität und Qualität zu gewährleisten und aktuell zu halten, ist eine langfristige Sicherung der notwendigen Ressourcen in personeller, finanzieller, technischer und räumlicher Hinsicht erforderlich. Das Museum überprüft in regelmässigen Abständen sein Leitbild und seine Richtlinien, um sie veränderten gesellschaftlichen und museologischen Anforderungen anzupassen.

ICOM International Council of Museums
ICOM ist eine internationale, nicht staatliche Organisation für Museen, die 1946 in Zusammenarbeit mit der UNESCO gegründet wurde. ICOM besteht aus 118 nationalen Komitees und 30 internationalen Fachkomitees. Das Netzwerk hat in 151 Ländern weltweit etwa 37000 Personen als Mitglieder. Die Empfehlungen von ICOM gelten weltweit als Richtschnur zu musealen Fragen, darunter auch von Dauer- und Sonderausstellungen. So behandelt beispielsweise ICOM die Berücksichtigung von ethnisch-moralischen Fragen wie zum Umgang von menschlichen Überbleibseln in Ausstellungen. 

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