LandesMuseum
The Economy of Liechtenstein
A Special Exhibition at the Liechtenstein NationalMuseum. Liechtenstein ranks today among the most highly industrialised countries in the world. Its financial centre operates on a global scale, and the number of jobs significantly exceeds the number of residents. Such economic strength makes it easy to overlook that, until the mid-twentieth century, the country was largely agrarian. The transformation since then has been swift and profound. This special exhibition traces that remarkable shift. It explores the forces of economic change while foregrounding the people who experienced and shaped it – navigating opportunity, uncertainty and responsibility. Through filmed testimonies and historical perspectives, the exhibition reveals how deeply economic development is intertwined with individual lives and working realities.
Insights
Liechtensteinisches LandesMuseum, A 3197, Foto: Sven Beham
Mit solchen massgeschneiderten Holzleisten konnte der Schuhmacher Ernst Thöny (1919–2003) immer wieder neue Schuhe in entsprechender Grösse fertigen. Er war 1946–1985 in Vaduz als Schuhmacher tätig. Gemeinsam mit seiner Frau Monika (1923–2010) führte er zudem 1950–1990 ein Schuhgeschäft.
Liechtensteinisches LandesMuseum, A 1749, Foto: Sven Beham
Diese Schreibmaschine der US-amerikanischen Firma Smith wurde vor dem Ersten Weltkrieg von der liechtensteinischen Landesverwaltung angeschafft. Sie hat zwei Tastaturen: eine für Grossschreibung und eine für Kleinschreibung. Schreibmaschinen beschleunigten den Schriftverkehr. Und sie schufen ein neues Berufsfeld für Frauen, ausserhalb von Fabrik und Familie: die Arbeit als Sekretärin im Büro.
Liechtensteinisches LandesMuseum, 2007/0394, Foto: Sven Beham
Mit dieser hölzernen Werkzeugkiste ging der Vaduzer Gipser Josef Verling (1881–1950) nach dem Ersten Weltkrieg auf Wanderschaft. Wie viele andere Liechtensteinerinnen und Liechtensteiner auch war er gezwungen, im Ausland Arbeit zu suchen. Mit dabei hatte er zwei Gipserhämmer, eine Kelle, eine Spitzkelle, zwei Eisenstäbe, zwei Lotschnüre, zwei Profilschablonen, eine Nutschablone, drei Metallklingen und zwei Spachtel.
Liechtensteinisches LandesMuseum, DL 0193, Dauerleihgabe Hilcona AG, Schaan; Foto: Sven Beham
1935 gründeten Toni Hilti (1914–2006) und sein Schwager Georg Frick (1905–1993) die Konservenfabrik Scana. Die Mitarbeitenden kochten und füllten Gemüse (Erbsen, Bohnen, Spinat) in Dosen ab. Teils baute man es sogar noch selbst an. Auf dieser pedalbetriebenen Maschine wurden in den 1940er Jahren Dosen gestanzt. 1955 zog der Betrieb ins Schaaner Riet um und 1973 erhielt er den neuen Namen Hilcona (Hilti Convenience Nahrungsmit-tel). Das Unternehmen produziert heute vor allem Fertiggerichte und gehört seit 2017 zur Schweizer Coop-Gruppe.
Liechtensteinisches LandesMuseum, A 1977, Foto: Sven Beham
Dieses Gerät für die kontinuierliche Messung von Drucken bis 10-5 Torr produzierte die Gerätebau-Anstalt Balzers (G.A.B.) um 1954. Die 1946 von Max Auwärter (1908–1995) gegründete G.A.B. entstand auf Initiative von Fürst Franz Josef II. und mit Unterstützung des Schweizer Industriellen Emil Georg Bührle. Die OC Oerlikon, wie die Firma heute heisst, spezialisierte sich auf industrielle Vakuumanwendungen. Vakuum-Messgeräte produziert heute hauptsächlich die vom Unternehmen im Jahr 2000 abgespaltene und ebenfalls in Balzers ansässige Inficon AG.
Liechtensteinisches LandesMuseum, 2003/0029; Leihgabe thyssenkrupp Presta AG, Eschen, Foto: Sven Beham
Das Press- und Stanzwerk (Presta) wurde 1941 auf Initiative des Schweizer Waffen- und Maschinenherstellers Oerlikon-Bührle gegründet. Von 1942 bis Ende der 1980er Jahre fertigte Presta Geschosshülsen für die Flugabwehr, die in Oerlikon befüllt und exportiert wurden. Im Zweiten Weltkrieg gingen sie vor allem an die deutsche Wehrmacht, aber auch an Frankreich. Ab den 1960er Jahren produzierte die Presta Komponenten für die Autoindustrie, in den letzten Jahrzehnten vor allem Lenksäulen, wie die hier ausgestellte. 1991 über-nahm Krupp das Unternehmen, seit 1999 gehört es zu ThyssenKrupp.
Liechtensteinisches LandesMuseum, A 1970, Foto: Sven Beham
Die 1923 gegründete Zahnfabrik Ramco zog 1932 von Zürich nach Schaan, angelockt von einem preiswerten Grundstück, niedrigen Steuern und günstigen Arbeitskräften. Sie stellte Kunstzähne aus Keramik her. 1948 übernahm der deutsche Ingenieur Adolf Schneider (1899–1979) die Leitung und wurde bald Mehrheitseigner. Seit 1951 heisst sie Ivoclar: ivoire steht für Elfenbein und clair für hell. Ivoclar ist heute weltweit tätig, bietet zahlreiche Dentalprodukte an und gehört Schneiders Nachkommen. Die ausgestellten Zähne sind Muster für Presskeramik-Zahnersatz.
Liechtensteinisches LandesMuseum, PM 104-02-617, Foto: Sven Beham
Die Ansichtskarte ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts zum günstigen Versenden von kurzen Grüssen. Sie wurde rasch beliebt bei Sammlern und auch Hotels und Geschäfte entdeckten sie als Werbemittel. Die gezeigten Karten dokumentieren fast ein Jahrhundert Tourismus in Liechtenstein.
Liechtensteinisches LandesMuseum, 2007/0307, Foto: Sven Beham
Die Ansichtskarte ist eine Erfindung des 19. Jahrhunderts zum günstigen Versenden von kurzen Grüssen. Sie wurde rasch beliebt bei Sammlern und auch Hotels und Geschäfte entdeckten sie als Werbemittel. Die gezeigten Karten dokumentieren fast ein Jahrhundert Tourismus in Liechtenstein.
Related Events
Öffentliche Führung der Sonderausstellung «Wirtschaft Liechtenstein»
Öffentliche Führung der Sonderausstellung «Wirtschaft Liechtenstein»