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Zerre die Politik nicht in den Historischen Verein hinein
Als sich am 10. Februar 1901 in Vaduz 45 Männer zur Gründung des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein versammelten, erklärte der frisch gekürte Vereinsvorsitzende Albert Schädler: „Die Geschichte sei die Lehrmeisterin der Völker. Durch das Studium der Vergangenheit lernen wir die Gegenwart begreifen und damit eröffne sich ein Blick in die Zukunft.“ Doch die Frage, wie die Gegenwart zu begreifen und welcher Blick tatsächlich in die Zukunft gerichtet ist, wurde in Liechtenstein in den nachfolgenden 25 Jahren kontrovers diskutiert: In den politisch turbulenten Zeiten nach dem Ersten Weltkrieg stand das Land vor eine Reihe wegweisender Entscheidungen. Und interessanterweise sassen damals im Vorstand des Historischen Vereins einige der politisch bedeutendsten Persönlichkeiten Liechtensteins.
Somit stellt sich die Frage: Wie nahm der Historische Verein diese bewegten Zeiten wahr? Dieser Frage widmet sich Elias Quaderer in seinem Vortrag. Er wird darlegen, wie sich der Verein in den damaligen politischen Auseinandersetzungen positionierte.
Der Historische Verein für das Fürstentum Liechtenstein und das Liechtensteinische LandesMuseum laden zur alljährlichen Vortragsreihe ein.