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Sonderausstellung

"natürlich vernetzt" und Biodiversität in Liechtenstein

6.3.2008 – 14.9.2008
LandesMuseum
Sonderausstellung im Landesmuseum vom 6. März 2008 bis 14. September 2008 « zurück



 
Eine Wechselausstellung über die biologische Vielfalt
 
Die Ausstellung wurde vom Naturhistorischen Museum der Burgergemeinde Bern, dem Naturhistorischen Museum Genf und dem Forum Biodiversität als Wechselausstellung geschaffen und befindet sich seit 2006 in einer deutschen und in einer französischen Fassung auf einer "Tour de Suisse". Vom 6. März bis 14. September 2008 ist sie im Liechtensteinischen Landesmuseum in Vaduz zu sehen.

Biodiversität steht für die Vielfalt aller Lebensformen – Tiere, Pflanzen und Pilze, Kulturpflanzen und Nutztierrassen aber auch für die unschätzbare Zahl von Mikroorganismen. Dieser Vielfalt begegnen wir tagtäglich zum Beispiel im Wald, auf einer Wiese, im Garten, in der Küche, im Supermarkt oder auf dem Bauernhof. Wir schöpfen aus dieser Vielfalt Nahrung, Wirkstoffe für Medikamente, Rohstoffe für Kleider und alles, was wir so im täglichen Leben brauchen. Biodiversität ist die Existenzgrundlage unseres Lebens.

Die Sonderausstellung "natürlich vernetzt" zeigt diese Zusammenhänge mit zahlreichen Beispielen aus der Tier- und Pflanzenwelt aber auch aus der Kultur des Menschen. Dabei werden jeweils die drei Ebenen der Biodiversität beleuchtet: Arten, Lebensräume und Gene. Besucherinnen und Besucher erhalten die Informationen nicht durch eine idyllische Nachbildung der Natur, sondern in Form eines "Labors", in dem sich Biodiversität erforschen und erkunden lässt.
 
Das Liechstenstein-Fenster
 
Zusätzlich zur Wechselausstellung wurde vom Amt für Wald, Natur und Landschaft, Vaduz, eine Zusatzausstellung geschaffen, die über die biologische und landschaftliche Vielfalt in Liechtenstein informiert. Liechtenstein weist imVergleich zu umliegenden Regionen eine sehr hohe landschaftliche und biologische Diversität auf. Diese begründet sich auf der speziellen geologischen Situation der Liechtensteiner ostalpinen Gebirgszüge, die im Rheintal eine übergeordnete Nahtstelle mit den Westalpen auf Schweizer Seite bilden. Die besondere klimatische Lage am Übergangsbereich vom atlantischen zum ozeanischen Klimabereich und die starke vertikale Gliederung der Landschaft auf engem Raum (450-2600 Meter über Meer) tragen zur grossen Vielfalt bei. Diese ist in Liechtenstein gross, aber sie ist auch bedroht – in erster Linie durch den immensen Landschaftsverbrauch im Talgebiet.