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Sonderausstellung

Der Heilige Nikolaus - Geheimnisvolles, Erdichtetes und Wahres

16.10.2014 – 11.1.2015
LandesMuseum
Nikolaus aus Patara, der in der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts als Bischof in Myra in Lykien (heutige Südwesttürkei) lebte, wurde zu einem der bedeutendsten Heiligen. Bereits im 6. Jahrhundert entstand über seinem Grab eine Kirche, bis heute ein Wallfahrtsort für Gläubige. Wundersame Geschichten über sein Wirken erzählt man sich noch heute. Die Ausstellung geht dem Leben des einstigen Bischofs nach. Bisher unveröffentlichte Bilder von archäologischen Grabungen in Patara (Türkei), seiner Geburtsstadt, gewähren erstmals Einblicke in den entstehenden Kult um diesen Heiligen, die Suche nach der Grabstätte in Myra und die Überführung seiner Gebeine nach Bari in Italien.

Seit der Überführung der sterblichen Überreste des Hl. Nikolaus nach Bari am Ende des 11. Jahrhunderts und in bescheideneren Massen ab dem 10. Jahrhundert durch die byzantinische Prinzessin Theophanu, die mit Kaiser Otto II. vermählt war, breitete sich der Nikolauskult über ganz Europa aus. Bis um 1500 entstanden etwa 3000 Kirchen, die dem Hl. Nikolaus geweiht worden sind.

Die Ausstellung erzählt diese Geschichte der Ausbreitung des Nikolauskultes und des Weiteren über Nikolaus in der abendländischen Kunst, seine Bedeutung in den orthodoxen Kirchen, sein Brauchtum im Westen, in Liechtenstein und in Russland.

Bereichert wird die Ausstellung durch ein Gemälde von Matteo di Giovanni von um 1460 aus dem Lindenau-Museum in Altenburg, durch russische Ikonen aus der Sammlung Wemhöner-Grabher und eine Bronzeskulptur des berühmten zeitgenössischen Künstlers Zurab Tsereteli.

Stationen von Bildung und Vermittlung laden zum aktiven Mitmachen für Jung und Alt ein.


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