
RÜCKSCHAU & FOTOGALERIE




Seit fünf Jahren bemüht sich der Verein „Together - Hilfe
für Indien“, die Lebensbedingungen der Adivasi (Ureinwohner) im
Bundesstaat Madhya Pradesh zu verbessern. Ausgangsort ist die
Missionsstation Dattigaon von Father Edward Sarel. Der Distrikt
umfasst 52 weit verstreute Dörfer, wo die Menschen meist als
landlose Bauern in Selbstversorgung leben. Die Missionsstation
beherbergt fast 500 Kinder, die täglich warmes Essen, Kleidung,
medizinische Versorgung und Schulbildung erhalten. Der
Grundgedanke von „Together“ ist es, dort zu helfen, wo die Not
am grössten ist, von Mensch zu Mensch, ethnisch, religiös und
politisch unabhängig. Dabei wird die Auswahl der Hilfsaktionen
von der Idee der „Hilfe zur Selbsthilfe“ geleitet. Von zentraler
Bedeutung sind vor allem Projekte in den Bereichen
Landwirtschaft, Gesundheit und Ausbildung. Gemeinsam mit den
Dorfbewohnern wird nach langfristigen Lösungen gesucht.








Für ein halbes Jahr wandelt sich ein Teil des
Liechtensteinischen Landesmuseums in eine Schatzkammer der Bücher. Es
beherbergt in dieser Zeit im Rahmen des Kulturaustausches zwischen dem
Fürstentum Liechtenstein und dem Bundesland Thüringen wahre Schätze der
Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek
Weimar. In einer
Sonderausstellung zeigt das Landesmuseum unter dem Titel
Welt der Wiegendrucke – Die
ersten gedruckten Bücher der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek Weimar
ausgewählte Inkunabeln aus der
Sammlung dieser weltberühmten Bibliothek.
Als Inkunabeln oder
Wiegendrucke werden jene frühen Druckwerke bezeichnet, die zu Lebzeiten
Johann Gutenbergs, des genialen Erfinders der beweglichen Lettern, bis
Ende des Jahres 1500 gedruckt worden sind, sog. Frühdrucke also aus der
Zeit von 1455 bis 1500. Die Ausstellung, die ausserhalb Weimar exklusiv
im Liechtensteinischen Landesmuseum gezeigt wird, präsentiert sechzig
ausgewählte Exemplare aus der Weimarer Inkunabelsammlung, die insgesamt
427 Werke umfasst. Die Inkunabeln befanden sich zum Teil schon im 17.
Jahrhundert unter den ersten Beständen der Weimarer Bibliothek. Diese
einzigartige Sammlung von Wiegendrucken beinhaltet Texte der Antike in
lateinischer und griechischer Sprache, Bibeln, Chroniken – darunter die
reich illustrierte Schedelsche Weltchronik von 1493 – und historische
Erzählungen sowie theologische, philosophische, juristische,
mathematische und medizinische Werke.
Zu den herausragenden Stücken
dieser Ausstellung im Liechtensteinischen Landesmuseum zählen neben der
reich bebilderten Schedelschen Weltchronik die seltenen ars memorandi
(1470), die Sachsenchronik des Konrad Botho (1492), die Bibeldrucke des
Nürnberger Druckers Anton Koberger sowie zahlreiche illustrierte
Textausgaben antiker Schriftsteller.






14. Oktober 2009
Checkübergabe anlässlich "ORF Lange Nacht der Museen"

In der "Langen Nacht der Museen" vom 3. auf den 4.
Oktober 2009 wurden in der Cafeteria des Liechtensteinischen
Landesmuseums Imbisse und Getränke angeboten. Der Erlös plus die
Provision aus den verkauften Tickets wird zu Gunsten von
Brunnen-Projekten in Indien dem Hilfswerk Together - Hilfe für Indien -
gespendet.
Wir freuen uns, dass diese Spende vom Liechtensteinischen
Entwicklungsdienst LED auf ingesamt CHF 2'000.-- verdoppelt wird. Dieser
Betrag wird vollumfänglich in Indien investiert. Dafür wird Christoph
Stöckel vom Hilfswerk Together persönlich besorgt sein. Die
Museumsleitung dankt den zahlreich erschienen Besucherinnen und
Besuchern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Beiträge
und ihren Einsatz recht herzlich.




















Das Liechtensteinische Landesmuseum
spendet schon seit mehreren Jahren die gesamten Einnahmen des
Cafeteria-Umsatzes des Familientags vom dem Hilfswerk Together - Hilfe
für Indien. Die Einnahmen des diesjährigen Familientages vom 17. Mai
2009 wurden verdankenswerterweise vom Liechtensteinischen
Entwicklungsdienst LED auf insgesamt CHF 1'660.-- verdoppelt. Dieser
Betrag wird vollumfänglich in den Bau eines Handpumpenbrunnens in Indien
investiert. Dafür wird Christoph Stöckel vom Hilfswerk Together
persönlich besorgt sein.
Die Museumsleitung dankt den zahlreich erschienen Besucherinnen und
Besuchern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Beiträge
und ihren Einsatz recht herzlich und freut sich, im Namen des
Museumsteams und des LED den Betrag von CHF 1'660.-- an Christoph
Stöckel, Triesenberg, vom Hilfswerk Together - Hilfe für Indien - zur
Realisierung dringend benötigter Brunnenprojekte in Indien übergeben zu
dürfen.


 


Zur Ausstellung
200 Jahre Liechtensteinisches Grundbuch
(1809-2009)
Eine zweite Ausstellung im LiechtensteinischenLandesmuseum zeigt die
Entwicklung des Liechtensteinischen Grundbuchs seit seiner Schaffung am
1. Januar 1809. Mit einem Blick auf die Handhabung von Grund und Boden
vor 1809 wird das Grundbuch-Patent vom 1. Januar 1809 gezeigt, das bis
1923 gültig war. Die Bevölkerung wehrte sich anfangs gegen die
Einführung des Grundbuchs.
1812 übernahm Liechtenstein das österreichische Allgemeine Bürgerliche
Gesetzbuch, welches das Grundbuch-Recht enthielt. Informiert wird auch
über die Personen, die hinter dem Grundbuch stehen, und die rechtlichen
Grundlagen, auf denen das Grundbuch beruht.Ebenso wird in diesem
Zusammenhang die Geschichteder Landesvermessung gezeigt. Seit der
Katastervermessung 1865-71 bildet ein Grundkataster die Basis des
Grundbuchs, das man 1809 als Bodenwertkataster angelegt hatte.
Ein weiteres Thema ist die Entwicklung des Grundbuchs, etwa 1923 durch
die Übernahme des Schweizer Sachenrechts. Im Jahr 2000 wurde das
Grundbuch-Amt mit dem Öffentlichkeitsregisteramt zusammengelegt. 2003
folgte die Umstellung des Grundbuchs auf die elektronische
Datenverarbeitung und 2008 wurde eine Totalrevision durchgeführt.
 

Zur
Ausstellung
Mit der Ausstellung „Egon
Rheinberger (1870 - 1936) – Zeitenwanderer“ befasst sich das
Liechtensteinische Landesmuseum erstmals im Rahmen einer Ausstellung mit
einer Künstlerpersönlichkeit, die für das letzte Jahrzehnt des 19. und
die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nicht nur für damalige
liechtensteinische Verhältnisse sondern weit über die Landesgrenzen
hinaus wohl einmalig war.
Mit Leidenschaft und einer
titanenhaften Energie hat Egon Rheinberger ein Werk geschaffen, das
nicht nur durch den Umfang und die Dimensionen beeindruckt, sondern vor
allem durch seine künstlerische und kunsthandwerkliche Vielfalt, die
nahezu unbeschränkt war. Für seine künstlerische Ausbildung und für
seinen weiteren Lebensweg war die Förderung durch seine Eltern, seinen
Onkel Josef Gabriel Rheinberger und seine Tante Fanny von Hofnass von
grosser Bedeutung.
Anhand von Werken und
Dokumenten würdigt die Ausstellung die Vielseitigkeit seines Talentes
und seiner Interessen. Die Ausstellungssequenzen führen zunächst durch
seine Biografie mit der Ausbildungszeit in München und einer Kulturreise
durch Italien. Ein weiterer Teil widmet sich der Bedeutung Rheinbergers
als Burgenrenovator, als Architekt sowie als Kunsthandwerker. Egon
Rheinberger hat sich auch in anderen Bereichen hervor getan, unter
anderem als Mitbegründer des Historischen Vereins für das Fürstentum
Liechtenstein oder des Liechtensteinischen Alpenvereins. Ebenso kommen
seine Tätigkeiten in der Archäologie und als Naturliebhaber und nicht
zuletzt als politisch aktiver Bürger zur Sprache.
Egon Rheinberger kann
keiner Kunstströmung seiner Zeit zugeordnet werden. Er war ein
Zeitenwanderer, der die vergangen Werte und Eindrücke in sich aufnahm
und auf seine Art gestalterisch verarbeitete. Ob als Architekt oder
Kunsthandwerker, als Bildhauer oder Dekorationsmaler, sein
Formenrepertoire bestand aus einer Summe künstlerischer Eindrücke, die
dem Mittelalter und späteren Epochen entnommen waren.
Das Überragende im
Lebenswerk von Egon Rheinberger liegt zweifellos im architektonischen
Bereich. An erster Stelle ist der Wiederaufbau der Burgruine Gutenberg
in Balzers in den Jahren 1905 bis 1910 zu erwähnen, aber ebenso die
Erweiterung des Roten Hauses in Vaduz mit jener mächtigen Turmanlage
sowie die Renovation und Umgestaltung der Kapelle in Steg in den Jahren
1906 und 1907. Mit all diesen Bauten ist es Egon Rheinberger gelungen,
noch heute für Liechtenstein gültige Wahrzeichen zu schaffen, wohl die
bedeutendsten und markantesten neben Schloss Vaduz.

























Zu den Jahresrückblicken:
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