Museumsbauten

Die historischen Museumsbauten wurden vom Bauhistoriker Peter Albertin untersucht. TreppeSeine Forschungen ergaben, dass an Stelle des Landesmuseums im Hochmittelalter ein Siedlungskern mit Wohn- und Wirtschaftsbauten als gräflich-grundherrschaftliches Verwaltungszentrum entstanden war. Hier wurde der Verkehr auf der wichtigen Landstrasse Lindau bis AussenansichtMailand kontrolliert. Im 18. Jahrhundert nahm die Bevölkerungszahl zu, ein wirtschaftlicher Aufschwung setzte ein. Der Trend wurde durch politische Reformen und Verwaltungserneuerungen im 19. Jahrhundert begünstigt. Im Amtsviertel wurden bestehende Bauten erneuert und erweitert, andere abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. 1865 setzt eine tiefgreifende Veränderung der hochmittelalterlichen Siedlung im Amtsviertel ein.

AussenansichtAus dem 13. und 14. Jahrhundert sind auf einem leichten Geländevorsprung über der Landstrasse Mauerreste zu finden, die als Wohnturm und Wirtschaftsbau gedeutet werden können. Um 1440 wurde der Wirtschaftsbau vergrössert und im Erdgeschoss eine Halle und Rundsäule eingerichtet. Eine der Landesherrschaft gehörende Taverne mit repräsentativem Innenausbau entstand.

 

Landesmuseum Aussenansicht

Das mittelalterliche Verwaltungszentrum erreichte bald seinen Endausbau. Der Wohn- und Wirtschaftsbau wurde 1594 zum Amtssitz der Landvögte umgebaut und beherbergte später das Grundbuchamt. Die fürstliche Taverne zum Adler wurde ebenfalls seit 1757 erweitert. Neben den mittelalterlichen Bauten entstand 1866 ein Landtagsgebäude. Die Taverne zum Adler, in der sich das alte Landesmuseum befindet. wurde 1865 zum Regierungsgebäude umfunktioniert. Diese Neubelebung seit den 1870er-Jahren veränderte das Amtsviertel in baulicher Hinsicht grundlegend. 

Im Museumsbereich sind die einstige Taverne (das alte Landesmuseum) und die Landvogtei (Verweserhaus) als Teil des neuen Landesmuseums erhalten geblieben. Sie beherbergen heute die kulturgeschichtlichen Ausstellungen. In den östlich anschliessenden Berghang ist 2003 des Erweiterungsbaus für die naturkundlichen Ausstellungen und die Sonderaustellungen eingebaut worden.

Eine 2004 erschienene Publikation über Geschichte, Sammlungen, Ausstellungen und Bauten des Landesmuseums ist im Museumsshop und im Buchhandel erhältlich, ebenso ein gedruckter Führer durch das Museum (deutsch und englisch).