Egon Rheinberger – Zeitenwanderer
Sonderausstellung im Landesmuseum vom 1. Mai 2009 bis 4. Oktober 2009 « zurück




Mit der Ausstellung „Egon Rheinberger (1870–1936) – Zeitenwanderer“ befasst sich das Liechtensteinische Landesmuseum erstmals im Rahmen einer Ausstellung mit einer Künstlerpersönlichkeit, die für das letzte Jahrzehnt des 19. und die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nicht nur für damalige liechtensteinische Verhältnisse sondern weit über die Landesgrenzen hinaus wohl einmalig war.
Mit Leidenschaft und einer titanenhaften Energie hat Egon Rheinberger ein Werk geschaffen, das nicht nur durch den Umfang und die Dimensionen beeindruckt, sondern vor allem durch seine künstlerische und kunsthandwerkliche Vielfalt, die nahezu unbeschränkt war. Für seine künstlerische Ausbildung und für seinen weiteren Lebensweg war die Förderung durch seine Eltern, seinen Onkel Josef Gabriel Rheinberger und seine Tante Fanny von Hofnass von grosser Bedeutung.

Anhand von Werken und Dokumenten würdigt die Ausstellung die Vielseitigkeit seines Talentes und seiner Interessen. Die Ausstellungssequenzen führen zunächst durch seine Biografie mit der Ausbildungszeit in München und einer Kulturreise durch Italien. Ein weiterer Teil widmet sich der Bedeutung Rheinbergers als Burgenrenovator, als Architekt sowie als Kunsthandwerker. Egon Rheinberger hat sich auch in anderen Bereichen hervor getan, unter anderem als Mitbegründer des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein oder des Liechtensteinischen Alpenvereins. Ebenso kommen seine Tätigkeiten in der Archäologie und als Naturliebhaber und nicht zuletzt als politisch aktiver Bürger zur Sprache.

Egon Rheinberger kann keiner Kunstströmung seiner Zeit zugeordnet werden. Er war ein Zeitenwanderer, der die vergangen Werte und Eindrücke in sich aufnahm und auf seine Art gestalterisch verarbeitete. Ob als Architekt oder Kunsthandwerker, als Bildhauer oder Dekorationsmaler, sein Formenrepertoire bestand aus einer Summe künstlerischer Eindrücke, die dem Mittelalter und späteren Epochen entnommen waren.

Das Überragende im Lebenswerk von Egon Rheinberger liegt zweifellos im architektonischen Bereich. An erster Stelle ist der Wiederaufbau der Burgruine Gutenberg in Balzers in den Jahren 1905 bis 1910 zu erwähnen, aber ebenso die Erweiterung des Roten Hauses in Vaduz mit jener mächtigen Turmanlage sowie die Renovation und Umgestaltung der Kapelle in Steg in den Jahren 1906 und 1907. Mit all diesen Bauten ist es Egon Rheinberger gelungen, noch heute für Liechtenstein gültige Wahrzeichen zu schaffen, wohl die bedeutendsten und markantesten neben Schloss Vaduz.

Sonderausstellung im Landesmuseum vom 1. Mai 2009 bis 4. Oktober 2009 « zurück




Mit der Ausstellung „Egon Rheinberger (1870–1936) – Zeitenwanderer“ befasst sich das Liechtensteinische Landesmuseum erstmals im Rahmen einer Ausstellung mit einer Künstlerpersönlichkeit, die für das letzte Jahrzehnt des 19. und die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts nicht nur für damalige liechtensteinische Verhältnisse sondern weit über die Landesgrenzen hinaus wohl einmalig war.
Mit Leidenschaft und einer titanenhaften Energie hat Egon Rheinberger ein Werk geschaffen, das nicht nur durch den Umfang und die Dimensionen beeindruckt, sondern vor allem durch seine künstlerische und kunsthandwerkliche Vielfalt, die nahezu unbeschränkt war. Für seine künstlerische Ausbildung und für seinen weiteren Lebensweg war die Förderung durch seine Eltern, seinen Onkel Josef Gabriel Rheinberger und seine Tante Fanny von Hofnass von grosser Bedeutung.

Anhand von Werken und Dokumenten würdigt die Ausstellung die Vielseitigkeit seines Talentes und seiner Interessen. Die Ausstellungssequenzen führen zunächst durch seine Biografie mit der Ausbildungszeit in München und einer Kulturreise durch Italien. Ein weiterer Teil widmet sich der Bedeutung Rheinbergers als Burgenrenovator, als Architekt sowie als Kunsthandwerker. Egon Rheinberger hat sich auch in anderen Bereichen hervor getan, unter anderem als Mitbegründer des Historischen Vereins für das Fürstentum Liechtenstein oder des Liechtensteinischen Alpenvereins. Ebenso kommen seine Tätigkeiten in der Archäologie und als Naturliebhaber und nicht zuletzt als politisch aktiver Bürger zur Sprache.

Egon Rheinberger kann keiner Kunstströmung seiner Zeit zugeordnet werden. Er war ein Zeitenwanderer, der die vergangen Werte und Eindrücke in sich aufnahm und auf seine Art gestalterisch verarbeitete. Ob als Architekt oder Kunsthandwerker, als Bildhauer oder Dekorationsmaler, sein Formenrepertoire bestand aus einer Summe künstlerischer Eindrücke, die dem Mittelalter und späteren Epochen entnommen waren.

Das Überragende im Lebenswerk von Egon Rheinberger liegt zweifellos im architektonischen Bereich. An erster Stelle ist der Wiederaufbau der Burgruine Gutenberg in Balzers in den Jahren 1905 bis 1910 zu erwähnen, aber ebenso die Erweiterung des Roten Hauses in Vaduz mit jener mächtigen Turmanlage sowie die Renovation und Umgestaltung der Kapelle in Steg in den Jahren 1906 und 1907. Mit all diesen Bauten ist es Egon Rheinberger gelungen, noch heute für Liechtenstein gültige Wahrzeichen zu schaffen, wohl die bedeutendsten und markantesten neben Schloss Vaduz.