Veranstaltungsdetail
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Mittwoch, 26.08.2015
18:00 - 20:00 Uhr
Landesmuseum
Vortrag
Blick auf den Alltag im 15. und 16. Jahrhundert
Mit Prof. Dr. Stefan Sonderegger, Historiker und St. Galler Stadtarchivar

Mittelalter / Frühe Neuzeit: Am Mittwoch, 26. August, um 18 Uhr, geht der Historiker und St. Galler Stadtarchivar Stefan Sonderegger in einem Vortrag im Liechtensteinischen Landesmuseum der Frage nach, wie die Bevölkerung in Liechtenstein vor vier Jahrhunderten den Alltag erlebte. Im Zentrum des Interesses steht die ländliche Wirtschaft: Bodenbewirtschaftung, Alpwirtschaft, Handel usw.

Im Mittelalter und bis weit in die Frühe Neuzeit hinein lebten die meisten Menschen auf dem Land und waren in irgendeiner Weise mit der Landwirtschaft verbunden. Die Agrarwirtschaft diente in erster Linie der Versorgung der eigenen Familie. Im Laufe des 14. und 15. Jahrhunderts fand aber ein tiefgreifender Wandel statt. Angestossen durch die Nachfrage aus den städtischen Zentren wurde stark in die Viehwirtschaft und den Weinbau investiert. Die Folge davon waren regionale Spezialisierungen und gewinnorientierte Handelsbeziehungen zwischen Stadt und Land.
Am Beispiel von schriftlichen Dokumenten, die in der digitalen Version des Liechtensteinischen Urkundenbuchs im Internet veröffentlicht werden (www.lub.li), können Eindrücke vom Lebensalltag der liechtensteinischen Bevölkerung im Übergang zur Frühen Neuzeit vermittelt werden. Im Bildervortrag werden Dokumente gezeigt und inhaltlich erklärt. Der Blick richtet sich dabei auf die ganze Region Bodensee-Rheintal.

Prof. Dr. Stefan Sonderegger ist Leiter des Stadtarchivs der Ortsbürgergemeinde St. Gallen, Bearbeiter des St. Galler Urkundenbuchs (Chartularium Sangallense) und Dozent für mittelalterliche Geschichte an der Universität Zürich. Zum Vortrag sind alle Interessierten herzlich eingeladen, im Anschluss kann gefragt und diskutiert werden. Die Veranstaltung wird gemeinsam vom Historischen Verein für das Fürstentum Liechtenstein und dem Liechtensteinischen Landesmuseum durchgeführt.





Prof. Dr. Stefan Sonderegger. © Stefan Sonderegger.