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smARTplaces

2016–2020

Beschreibung

Das EU-Projekt »smARTplaces« schlägt neue Wege für die Kunst- und Kulturvermittlung ein: Kultureinrichtungen sollen zu »smarten«, also intelligent ausgestatteten Kunst-Erlebnisorten werden. Im Fokus der Vermittlung stehen die MuseumsbesucherInnen, ihre Interessen und Bedürfnisse. Die EU-Kulturförderung unterstützt das Projekt in den kommenden vier Jahren mit zwei Millionen Euro. Partner des neuen Netzwerkes sind neben dem Liechtensteinischen Landesmuseum acht weitere Kultureinrichtungen aus ganz Europa sowie zwei Hochschulen. Der Thinktank wird federführend vom Dortmunder U koordiniert.

»Audience Development«, die sogenannte Publikumsentwicklung, ist eines der großen Zukunftsthemen von Museen und Kulturorten in ganz Europa. In der zunehmend digital vernetzten Welt liegen auch grosse Chancen für Kultureinrichtungen. Sie können nicht nur ihre Angebote an die veränderten Bedürfnisse und Wünsche ihres Publikums anpassen, sondern auch neue Besucherzielgruppen gewinnen. In einem gross angelegten EU-Projekt testen die Partner bis 2020 in mehreren Modellphasen Strategien der Publikumsentwicklung.

Hauptziel von »smart places« ist in erster Linie die Erschliessung neuer Zielgruppen über innovative digitale Angebote. Neben der Vermittlung von Medienkompetenz, sollen sich die beteiligten Kulturorte aber auch auf mehreren Ebenen vernetzen, um nicht nur im kuratorischen, sondern auch im Bereich der Besucheransprache Synergien untereinander bilden zu können. Darüber hinaus soll das Projekt aber auch eine Erweiterung der bekannten kuratorischen Gestaltungsräume und zugleich ein Veränderungsmanagement innerhalb der Institutionen initiieren. Damit nehmen Kunst- und Kultureinrichtungen die durch den digitalen Wandel veränderten Ansprüche ihrer Zielgruppen bewusst auf.

Acht Kulturinstitutionen und zwei Universitäten aus acht Ländern sind am Projekt »smARTplaces« beteiligt:

Dortmunder U, Dortmund (Deutschland)
Musée de Picardie, Amiens (Frankreich)
WIELS Centre d’Art Contemporain, Brüssel (Belgien)
ETOPIA - Centre for Art and Technology, Zaragoza (Spanien)
Van Abbemuseum Eindhoven (Niederlande)
ZKM (Zentrum für Kunst und Medien), Karlsruhe (Deutschland)
Azkuna Zentroa, Bilbao (Spanien)
Birmingham City University (England)
Oulu University of Applied Sciences (Finnland)
Liechtenstein National Museum (Liechtenstein)

Das European Centre for Creative Economies (ECCE) wie auch das Netzwerk EUROCITIES unterstützen das Projekt als strategische Partner. Projektdauer: 4 Jahre (1. Juni 2016 bis 31. Mai 2020)