Faszination Pyramiden

Schon die alten Griechen standen vor 2500 Jahren bewundernd vor den Pyramiden von Giza und zählten sie daher zu den sieben Weltwundern. Und noch heute faszinieren die Pyramiden, die viele Fragen aufwerfen. Wie wurden sie gebaut? Wie lange brauchte man dafür? Wie ging man mit diesen Bauten um, die für Ewigkeit, Jenseitsvorstellungen, Kontinuität und Monumentalität stehen? Warum und wie kam es zur Begeisterung für die Pyramiden? Was verbindet die Pyramide mit dem Obelisken?
Diesen und weiteren Fragen wollen wir nachgehen und durch einzigartige Modelle und Zeichnungen anschaulich die wichtigsten Pyramiden vorstellen. Originale aus ihrer Zeit sollen ihr Umfeld beleuchten. So findet der Besucher sehr schöne und interessante Exponate wie Köpfe von Pharaonen, Statuen und Reliefs aus Altägypten und Goldringe einer Königin von Nubien. Sie kommen aus dem Ägyptischen Museum in Berlin, der Ägyptisch-Orientalischen Sammlung des Kunsthistorischen Museums in Wien, dem Museum August Kestner in Hannover, dem Antikenmuseum in Basel und dem Ägyptischen Museum der Universität Leipzig.
Die Ausstellung wird erstmalig auch profund aufzeigen, wie die Pyramiden und Obelisken von Ägypten nach Europa kamen und welche neue Begeisterung sie in der Neuzeit hervorriefen. Auch dazu werden einzigartige Kunstwerke zu sehen sein, wie Modelle, Gemälde, Skulpturen und Porzellan, u. a. aus dem Pantheon in Wörlitz, den Princely Collections Vaduz - Vienna, dem Schweizerischen Nationalmuseum in Zürich und den Kunstsammlungen von Weimar.

   
Stele mit Echnaton und Nofretete beim Opfern an Aton. - Um 1351–1334 v. Chr. Aus Amarna.
© Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Inv. Nr. ÄM 25574
 Pyramidion des Amunnacht. - Um 1279–1213 v. Chr. Aus Deir el-Medina, Grab TT 218.
© Basel, Antikenmuseum und Sammlung Ludwig, Inv. Nr. BSAe 1120
   
   
Siegelring der Königin Amanishakheto mit Darstellung der Göttin Mut. - 2. Hälfte des 1. Jahrhunderts v. Chr. Aus Meroë (Sudan); Pyramide Beg. N. 6.
© Berlin, Ägyptisches Museum und Papyrussammlung, Inv. Nr. ÄM 1701

 
 Grabrelief mit Schlitten ziehenden Männern. - Um 2494–2345 v. Chr. Aus Giza, Mastaba des Tep-em-anch.
© Ägyptisches Museum der Universität Leipzig, Inv. Nr. 2

 
  
Kopf des Königs Chephren. - Um 2500 v. Chr. Aus Giza, vor dem Totentempel von Chephren.
© Leipzig, Ägyptisches Museum der Universität, Inv. Nr. 1946
 Schreiberstatue des Henka. - Um 2430 v. Chr. Aus dem Gebiet um Memphis, vermutlich aus Dahschur.
© Wien, Kunsthistorisches Museum, Ägyptisch-Orientalische Sammlung, Inv. Nr. ÄS 75
   
   
Hanns Christoph Teufel, «Reisebeschreibung… von Venedig …in den Orient …» - Wien, 1591.
© LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna,
Inv. Nr. HS 98 
 Stucküberzug von einem menschlichen Körper. - Um 2514–2191 v. Chr. Aus Giza, Westfriedhof, Schacht 466/467.
© Wien, Kunsthistorisches Museum, Ägyptisch-Orientalische Sammlung, Inv. Nr. ÄS 7800
   
   
Giovanni Paolo Pannini. Capriccio mit Baudenkmälern und Skulpturen des alten Rom. - 1735.
© LIECHTENSTEIN. The Princely Collections, Vaduz–Vienna, Inv. Nr. GE 2132 
 Figurengruppe mit Obelisk. - Vielleicht von der Porzellanmanufaktur
Kilchberg-Schooren, um 1780.
© Zürich, Schweizerisches Nationalmuseum, Inv. Nr. LM - 68377
   
   

Die Kanonenfabrik von Claude-Nicolas Ledoux existiert nur als Entwurf. Sie zählt zu den bekannten Bauten der Revolutionsarchitektur (2. Hälfte des 18. Jahrhunderts).

© C. Tietze

 
 Die Knickpyramide von Dahschur war der zweite Versuch von König Snofru (2613–2589 v. Chr.), ein Grabmal zu errichten. Erst mit der dritten Pyramide, der Roten Pyramide, schuf er sein Grabmal in reiner Pyramidenform.
© C. Tietze